Home

Über mich

Therapie

Nachdenkliches

Erste Hilfe

DANKE

Meine Hobbys

Links

Kontakt

Gästebuch

LICHT   LICHT   LICHT

 

                SICHT   SICHT   SICHT

 

                             EINSICHT   EINSICHT 

 

 

Ursprünglich wollte ich an dieser Stelle meine Gedanken niederschreiben, die ich mir gemacht hatte zu der Skulptur die ich „Einsicht“ genannt habe.

Es sollte ein Abschiedsgeschenk für meine Therapeutin werden, die mich während meines Aufenthalts hier in Fürstenwald begleitet hatte und mir auf dem Weg zu „meiner Einsicht“ so manchen Denkanstoß gegeben hat.        Danke!

 

Doch es sollte anders kommen.

 

Es war der dritte Tag meiner letzten Heimfahrt.

Ich wollte mit meiner Frau zum Einkaufen fahren. Wir waren schon fast auf der Hauptstraße, ich schaute noch einmal nach links, das Auto fuhr an und da sah ich ihn.

Es sah aus als sei da ein Mann zusammengebrochen. Herz? Kreislauf?

An Alkohol hatte ich bei diesem kurzem Blick überhaupt noch nicht gedacht.

Wir fuhren zurück in eine Parklücke und gingen zu dem Menschen.

Zwischenzeitlich waren bestimmt schon sechs Passanten an ihm vorüber gegangen, die Augen kurz nach unten gerichtet und mit raschen schritten vorbei.

Ich ging zu ihm hin, beugte mich und sprach ihn an. Eine Alkoholfahne streckte sich mir entgegen und ich empfand in diesem Moment alles Mitleid der Welt.

Kannte ich das nicht, lag da auf einmal nicht ich selbst, vielleicht ein paar Jahre später? Wo Währe ich Heute, wenn nicht ...

Nur mit mühe konnte ich eine Träne unterdrücken.

Außer einem unverständlichen Grunzen bekam ich keine Antwort und entschloss mich telefonisch die Polizei um Hilfe zu bitten.

Während ich wartete kam eine Frau auf mich zu, sah mit einem Gesicht der Teilnahmslosigkeit auf den Mann und fragte mich ob ich einen Wachturm kaufen möchte. 

Wie kann ein Mensch der einem ein Traktat Verkaufen will so wenig Nächstenliebe haben um nicht einmal die Frage zu stellen – was ist mit Ihm –

Eine andere Dame meinte zu mir – was das den Steuerzahler wieder kostet -.

Es dauerte fast eine dreiviertel Stunde bis endlich ein Streifenwagen erschien.

Einen Krankenwagen könne man nicht holen, „Er“ sei ja noch nicht bewusstlos und so währe die Polizei dafür zuständig.

Man hat ihn mitgenommen und in eine Ausnüchterungszelle gesteckt.

Während der gesamten Zeit die ich gewartet habe sind bestimmt an die fünfzig

Passanten vorbei gegangen und nur zwei davon haben gefragt was los ist.

 

Ich Danke das ich doch etwas von dieser Einsicht wiedererlangt habe um nicht nur mich sondern auch meinen nächsten zu sehen.

 

01 Juni 2003                                                                                    Manfred M.

Zurück